Messbelange - waveguide-audio

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Messbelange

Verschiedenes

Verschiedenes zu Messbelangen in lockerer Zusammenstellung

Liste:

1) Das Messumfeld beim Autor

Für die auf dieser Webseite gezeigten Messungen wird in der Regel verwendet:


Als Messraum:
ein Raum wie in einer üblichen Wohnung, in dem reflektionsfrei gefensterte Messungen bis zu ca. 180Hz runter möglich sind.

Als Mikrofon:
Typ EMM-8 cal des Mikrofon-Profis ISEMcom.
Für dieses Mikrofon wurde die werksseitige Frequenzgang Korrektur-Datei von bis 20.000Hz, in Eigenregie, auf bis 40.000Hz erweitert.

Rechts zu sehen wie aktuell
im Dez. 2013 überprüft,

die hohe Übereinstimmung im oberen Frequenzbereich für 0 Grad und 30 Grad, zwischen einer hiesigen Messung, zu der von Hobby HiFi



Als Sensor für Vibrationsmessungen:
von Firma AKG der Typ AKG C411, siehe auch hier bzw. hier

Als Analyser:
wird das DAAS4 Pro II mit der Messkartenversion bis 96kHz Abtastfrequenz verwendet.
Bzw. ab 2015 die Version mit Messkarte bis 192kHz Abtastung und symmetrischen Verbindungen zwischen dem PC und der automatisierten Umschaltbox (diese als Eigenbau ausgeführt).


Drehteller:
Der hier verwendete Drehteller ist so ausgelegt und wird so verwendet, dass sich beim Drehen zu Winkeln, möglichst wenig Änderungen in der Entfernung "Schallwand zu Mikrofon" ergeben.

2) Angregungen für Winkelmessungen


Für ernsthaft vergleichende Messungen von Frequenzgängen auf Winkeln sollte ein Drehteller natürlich so konstruiert sein,
dass Winkel wiederholbar genau angefahren werden können.

Neben einem fixen Drehpunkt und einer Winkelskalierung, kann dafür zusätzlich ein Ausrichten des Drehtellers/der Box darauf, per Wasserwaage angeraten sein.


Drehteller sinnvoll verwenden:

Skizze 1:

hier ist eine Entfernungsänderung von 5cm bei 90 Grad angekommen zu erkennen, wenn man wie gezeigt, die Box um den Schallentstehungsort des Treibers rotieren läßt.

Eine Entfernungsänderung von 100cm zu 105cm hätte zwar kaum Auswirkung auf den SPL (vielleicht 0,5dB). Schwerwiegender ist sicher, dass auf 90Grad, schon "um die Ecke" gemessen würde. Was den 90Grad Frequenzgang dann welliger ausweisen könnte, als er eigentlich wäre.

Genannte Abweichungen wären bei Methode nach der Skizze 2 (rechts), von vornherein nicht zu erwarten.


Skizze 2:

Diesmal ist die Front der Box an den Drehpunkt des Drehtellers ran gesetzt.

Hierbei keine Entfernungsänderung auf Winkeln.

Der Autor führt logischerweise seine Winkelmessungen entsprechend dieser Skizze 2 durch.



3) Anregungen zum Selberbau eines Drehtellers für Lautsprechermessungen:

(natürlich nur eine Möglichkeit von Vielen)

Bild unten:

Sich per Zeichenprogramm eine Winkelskala machen, mittels der die Winkel auf dem Drehteller aufgerissen werden können.

Die zu sehende Skala ist für verschiedene Durchmesser angelegt. Man kann natürlich auch genau planen.

Jedenfalls:  aus dieser Skala wurden die tatsächlich benötigten Durchmesser ausgeschnitten und per Lineal die Winkel auf die Grundplatte des Drehtellers übertragen (siehe Bild rechts).

Bild unten:

Schwarzes Teil = Drehlager (siehe z.B. Baumärkte bzw. ebay). Radiale Fixierung erfolgt durch ausgefräste Ringe, da der Kunststoff sich kaum zuverlässig kleben läßt.

Mittig wurde eine Bohrung eingebracht für eine Durchgangsschraube, die zum Transport alle Schichten des Drehtellers zusammen hält.

Diese Schraube muss in Richtung vertikal so 2mm locker sitzen. Dies unter anderem, weil der Drehtellerbetrieb sie sonst weiter fest zieht (Drehteller blockiert) oder aber rausdrehen würde.

Bild rechts:

Linien zum Ausrichten der Box auf dem Drehteller. Die Linien vor dem Drehpunkt können hilfreich sein bei Boxen mit überstehenden Sockelplatten, oder bei Boxenständern mit großen Grundplatten.

Bild links:

Am Ende des Auslegers muss natürlich eine Abstützung angebracht sein.

Sinnvollerweise mit ungelenkten Rollen, die auf den Spurradius ausgerichtet sind.


Bedienung:


Auf Teppichboden, den Ausleger durch zusätzliches seitliches Drücken mit einem Fuß, in die gewünschte Position bringen.

4) Anregungen zur Erweiterung des Drehtellers für vertikale Messungen

Wiewohl verläßliche vertikale Messungen an Boxen allgemein schon umständlich sind, verschenkt man insbesondere bei 3-Wege Standboxen wegen der Nähe des Tieftöners zu einer reflektierenden Fläche (< dem Fußboden), einiges an Messauflösung und damit Messsicherheit.

Besser ist es für vertikale Messungen, eine Box auf einen geeigneten Ständer quer hinzulegen. Also so, dass die quer liegende Box sich auf etwa halber Raumhöhe befindet.

So gewinnt man Abstand vom relektierenden Boden und damit Frequenzauflösung. Und ein Drehteller ist schneller gedreht, als den Mikrofonständer vertikal stets neu verstellen zu müssen.

Der oben gezeigten Drehteller müßte (um die meist ungleich verteilte Last einer quer gelegten Standbox aufzunehmen) mit einer entsprechend abstützenden Erweiterung versehen werden:


Bild unten links:

eine in die Breite bauende Adapterplatte, die bei Bedarf auf den eigentlichen Drehteller aufgerastet werden kann.


Bild unten rechts:

die Alu-Winkel sichern seitlichen Halt auf dem gelben Ausleger. Der Noppen (Rot gekennzeichnet) sichert den Halt längs. Die Rollen der Adapterplatte müssen dem versetzen Spurradius folgen können.


Bild unten links:

die Adapterplatte aufgelegt


Bild unten rechts:

Ständer zur Aufnahme einer quer gelegten Box

Bild rechts:

solche Ständer sollten mit der Grundplatte verschraubt werden

Je nach Boxengröße und deren (Ungleich)-Gewicht muß der Drehtelleradapter für solche querliegenden Messungen natürlich individuell ausgelegt werden. Die Hauptabstahlachse der Box wird bei solchen vertikalen Messungen natürlich auf dem Dreh-Mittelpunkt des Drehtellers plaziert. Schallwandfront dabei mit dem Drehpunkt abschließend.




5) Wie und wo Energiesparlampen Messungen beeinflussen können

Der Autor stieß eher zufällig auf eine Merwürdigkeit beim Messen beschalteter Tiefmitteltöner, als er einen dafür unnötig ausgedehnten Anzeigebereich verwendete. Und zwar: dass jenseits der zu hohen Frequenzen abfallenden Flanke, sich im Ultrahochtonbereich über 30.000 Hz, dann wieder ein deutlicher Pegelzuwachs zeigt :o(

Nach ein paar Überlegungen gerieten die Energiesparlampen an der Decke des Raumes zum Messen, in den Focus der Ursachenvorschung. Tatsächlich zeigen Messungen des Grundrauschen des Raumes, dass eingeschaltete Energiesparlampen über 30.000 Hz, deutlich Pegel abstrahlen:



Dazu nochmal im Vergleich was dem Autor beim Messen eines beschalteten Tiefmitteltöners aufgefallen war, also ein merkwürdiger Anstieg oberhalb 30.000 Hz:


Der Sorgfaltspflicht ist es gegeben auch zu prüfen, ob die hochfrequente akustische Emission von Energiesparlampen im Messraum jene auf waveguide-audio.de vorgestellten Messungen von Hochtönen mit Waveguides, evtl. verfälschen würden:

"""Schweiß-von-der-Stirn-wisch""""


denn offenbar liegt der akustische Emissionspegel der zwei Energiesparlampen so deutlich unter der Lautstärke des für hiesige Lautsprechermessungen verwendeten Pegels, so dass jenes "über-30.000Hz-Störgeräusch" von den Energiesparlampen,  nicht in die relevanten Messungen durchschlägt.

Wenn 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder mehr solcher Energiesparlampen im Messraum aktiv wären, da sollte man aber schon etwas drauf schauen. Also zumindest wenn man akustische Messungen oberhalb 20.000Hz durchführt.


Alle Rechte, sowie Änderung und Irrtum, bleiben vorbehalten.

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