Butyl Sandwich gegen Plattenresonanzen - waveguide-audio

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Butyl Sandwich gegen Plattenresonanzen

Gehäuse-Vibrationen


Butylkautschuk, bzw. Elastomerbitumen Sandwich-Konstruktionen
gegen Gehäusevibrationen

Erstmalig hochgeladen am 12. April 2017
Etwas  nachgearbeiet am 19. Juni 2017


Mit Vorbezug auf:  Messungen von Gehäusevibrationen
und Gehäusevibrationen Nachlese

Aus den Versuchen in 2013 also
wie man Alu Bitumen-Sandwiches denn überhaupt funktionssicher
und vor allem auch "human" erstellen kann,

erwuchs die Idee, wie man das doch viel einfacher machen könnte.

Dabei wird statt Bitumex, Bitumen-Dachbahn oder Polymerbitumen-Dachbahn,
sog. Butylkautschuk oder Elastomerbitumen verwendet.
Was, wann, Butylkautschuk ist und was dann Elastomerbitumen, ist mir nicht ganz klar.
Beides scheint haptisch recht ähnlich. Auch müffeln beide so gut wie gleich: praktisch gar nicht.

Gemeint ist hier jedenfalls die Darreichungsform, die außen eine aluminiumfarbige Kunststoff-FOLIE besitzt.
Es ist Rollenware, die in meist 1,5mm Dicke im Baumarkt/Dachdeckerbereich zu finden ist.
Als Bahn-Breite sind meist Werte zwischen 50mm und 250mm verfügbar.
Der hier beispielsweise verwendete Hersteller nennt sein Material: Elastomerbitumen.
Und er möchte sein Material für den Außenbereich verwendet wissen.
Keine Ahnung: weil es Zweck-gemäß halt im Außenbereich benötigt wird? Oder ist es "giftig"?

Ähnliche knautschige Produkte gibt es viele.
Falls das Her(t)z speziell an "Butylkautschuk" hängt, da kann einem auf ebay geholfen werden.




Das Material ist sehr anschmiegsam und ist sehr gut selbst-klebend ausgestattet.
Die Klebeseite ist dabei oft profiliert, was dann theoretisch weniger Flächenkontakt bedeutet.
Auf der folierten glänzenden Oberfläche leider, da haftet kein (flüssiger) Kleber.

Um auf dieser abweisenden Oberfläche dennoch Alublech oder dünnes HDF befestigen zu können,
kann indes doppelseitiges Klebeband als Klebemittel verwendet werden.
Die damit verbundenen Flächen lassen sich heil, kaum wieder voneinander trennen.

Beim Kleben ist wie üblich wichtig, dass die Flächen frei von Fett, Handschweiß und Staub gemacht sind.
Man sollte deshalb zumindest mit Haushalts-Glasreiniger und einem sauberen Lappen über die Flächen gehen.

Wie immer ist geraten, das Beschriebene an Musteraufbauten selbst zu erproben.


Arbeitsablauf im Groben:

- das Butyl bzw. das Elastomerbitumen auf das staubfrei abgesaugte MDF auflegen und
- mittels einem so 5cm x 5cm Holzplättchen oder ähnlich, reibend andrücken und glätten (glätten, so gut es halt geht).

Ist das getan:

- die Fläche staub- und krümelfrei machen
- auf die Oberseite doppelseitiges Teppich-Klebeband aufkleben (Bahn an Bahn, also besser nicht überlappend)
- dabei lieber das teure Klebeband nehmen ("von Tesa") als billigen Schund, der sich mit der Zeit vielleicht selbst verflüssigt
- das Klebeband mittels dem Holzplättchen abschnittsweise kreisend andrücken. Bzw., um so die Fläche wiederum neu zu glätten.
- von dem Klebeband die obere Folie abziehen und Alublech (oder dünnes HDF, oder was Sie bevorzugen) sorgsam aufdrücken.

Ergebnis:

- ein Sandwich mit vergleichsweise hervorragendem Zusammenhalt,
- und das ohne jeglichen Gestank oder Brandblasen
- praktisch geruchslos
- und man muss keine eventuellen Zeiten bis zur "Endreife" abwarten
- (allein: offenbar verbessert sich die Klebkraft des Butyls bzw. Elastomerbitumens innerhalb von ein paar Stunden noch)

Variationen:

man kann auch zwei Lagen Butyl bzw. Elastomerbitumen aufeinander kleben. Oder Drei. Oder Zehn.
Und die Dicke und das Material der Deckschicht darauf, jeweils variieren.
Was sinnvoll ist oder nicht, dazu müssten Sie Gehäuse-Testaufbauten machen und die Wirkung vergleichen.
Wie man zu den Messergebnissen kommen kann, ist an anderer Stelle dieser Webseite beschrieben.

Skepsis:

Wiewohl das Vorgehen ganz deutliche Erleichterung bei der Erstellung so eines Sandwich verspricht ist die Frage:
wie viel Flächenkontakt bei so einem Aufbau denn überhaupt zu erwarten wäre?

Denn:

anders wie Bitumex, ist Butyl bzw. Elastomerbitumen, ja keine relativ harte Plattenware.
Nein: vielmehr ist das Butyl bzw. das Elastomerbitumen, recht weich.
Und erleidet bei seiner Montage offensichtliche Dellen und Unebenheiten.

So lag es nahe, die Verhältnisse lieber doch mal mit einer durchsichtigen Deckschicht zu erkunden.
Das Vorgehen beruht dabei auf den oben beschriebenen Arbeitsgängen.
Zum Vergleich wurde eine Lage des Elastomerbitumens verwendet, bzw. zwei Lagen davon aufeinander.






Zu oben:

die Befürchtung, dass bei zwei Lagen des Butylkautschuks (... bzw. des Elastomerbitumens) die Fehlstellen zu viele werden könnten, hat sich bei dem Versuch jedenfalls nicht bewahrheitet. Das Andrücken der Deckschicht, das egalisiert offenbar noch gut was.

Es zeigt sich bei beiden Varianten auch ein besserer Kontakt, als es die Licht-Reflektionen (bei den Fotos noch ohne Klebeband und ohne Deckschicht) vermuten ließen.

Aus voran gegangenen Versuchen wäre noch zu erwähnen, dass ein Staubkorn zwischen dem doppelseitigem Klebeband und der (hier durchsichtigen) Deckschicht, eine großräumige Kontakt-Fehlstelle verursacht. Weshalb man insbesondere bei dem Aufbringen der Deckschicht auf Staub- und Krümelfreiheit achten sollte.

> Wird gelegentlich vorgesetzt <



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